Automatische Verlängerung des Versicherungsvertrags – wieso?

Viele Versicherungsverträge verlängern sich stillschweigend um ein Jahr, wenn sie nicht drei Monate vor Ablauf gekündigt werden. Liegt diese automatische Vertragsverlängerung im Interesse des Kunden?

Ein Versicherungsvertrag wird grundsätzlich mit einer bestimmten Vertragsdauer abgeschlossen (zum Beispiel 01.01.2008 – 31.12.2011). Danach gelangt die so genannte Prolongationsklausel zur Anwendung. Aufgrund dieser Klausel wird der Versicherungsvertrag nach dem vereinbarten Ablauf (im vorliegenden Beispiel nach dem 31.12.2011) jeweils stillschweigend um ein Jahr verlängert.

Weiterführung des Versicherungsschutzes

Diese automatische Verlängerung ist Bestandteil der meisten Versicherungsverträge im privaten Bereich und ist beliebig oft möglich. Sowohl der Versicherungsnehmer als auch die Versicherungsgesellschaft können den Vertrag – ohne Begründung – nach Ablauf der vereinbarten Vertragsdauer kündigen, wenn keine weitere automatische Verlängerung gewünscht wird. Dabei muss die im Vertrag vorgesehene Kündigungsfrist (meistens 3 Monate) eingehalten werden. Verstreicht diese Frist unbeachtet, ist eine reguläre Kündigung erst wieder auf den nächsten Verfall (im vorliegenden Beispiel auf den 31.12.2012) möglich. Die automatische Verlängerung liegt vor allem im Interesse des Versicherten, der sich so nicht um die Weiterführung der Versicherung kümmern muss. Damit wird verhindert, dass der Kunde plötzlich ohne Versicherungsschutz dasteht.

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