Das 3-Säulen-Prinzip der Schweiz

Viele haben zwar schon davon gehört, genausoviele wissen aber nicht genau wie das Drei-Säulen-System der Schweiz funktioniert. Nachstehend eine kurze Zusammenfassung des 3-Säulen-Prinzips der Schweizerischen Vorsorge:

1. Säule – Staatliche Vorsorge   (AHV und IV) Die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) und Invalidenversicherung (IV) bilden die 1. Säule. Zusammen mit allfälligen Ergänzungsleistungen (EL) sollte die 1. Säule die Existenzsicherung gewährleisten.

2. Säule – Berufliche Vorsorge  (BVG) und obligatorische Unfallversicherung (UVG)  Für ArbeitnehmerInnen und ArbeitgeberInnen besteht in der Schweiz ein Obligatorium. Sowohl für die berufliche Vorsorge wie auch für die Unfallversicherung. Zusammen mit der 1. Säule (AHV) deckt die 2. Säule (BVG) in etwa 60% des während dem Erwerbsleben erzielten Gehalts (bis zu einem durchschnittlichen Einkommen von ca. CHF 82‘000.–)

3. Säule – Private Vorsorge (Säule 3a = gebundene Vorsorge / Säule 3b = freie Vorsorge) Die 3. Säule ist freiwillig und dient der privaten Selbstvorsorge. Durch die private Altersvorsorge lassen sich Vorsorgelücken schliessen. Damit können private Ersparnisse wie auch oder auch der Kauf von privatem Wohneigentum aufgebaut werden. Die Säule 3A ist mit gesetzlichen Auflagen verbunden, geniesst jedoch dafür Steuervorteile. Die Säule 3B ist flexibler, die Steuervorteile sind hier jedoch beschränkt. Beide Vorsorgeformen werden sowohl von Versicherungsgesellschaften wie auch von Banken angeboten.

Nun gilt es sich folgende Frage zu stellen: kann ich im Rentenalter mit 40% weniger Einkommen gut leben? Wenn die Antwort darauf nein ist, dann muss im privaten Vorsorgebereich (3. Säule) zusätzlich gespart werden.

Die meisten in unserer Gesellschaft können und wollen nicht auf diese 40% verzichten. Immerhin ist das ja fast die Hälfte an Einkommen was man im Rentenalter einbüssen würde.

Erfahrungsgemäss haben Frauen in der Regel die schlechtere Altersvorsorge als Männer. Das ist sicher auch auf die Gesellschaftliche Entwicklung zurückzuführen. Es besteht also Nachholbedarf.  Finanzielle Emanzipation ist heute für alle Frauen wichtig und nötig.  Alle Bereiche, ob Sport, Kunst, Technik, Politik oder Wissenschaft – Frauen gestalten sie mit, dennoch überlassen es immer noch sehr viele Frauen in der Partnerschaft ihren Männern, die Angelegenheiten rund ums Geld zu regeln. In der Schweiz wird etwa jede zweite Ehe geschieden. Ein Grund mehr sich immer so abzusichern, als ob Frau alleinstehend wäre.  Ziel ist die individuelle Existenzsicherung und Freiheit in jeder Lebenslage. Die staatliche Altersvorsorge allein reicht nicht aus.

Hier findet ihr ein konkretes Fallbeispiel

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